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OBERSTEDEM. Die Ortsgemeinde Oberstedem hat mit vielen Ehrengästen den Abschluss des Pilotprojektes "Ökologische Dorferneuerung" gefeiert. Private und öffentliche Bauprojekte wurden dabei in kürzester Zeit vollendet.
Bereits im September vergangenen Jahres waren die Kanal-
Jetzt aber konnten sich die Honoratioren der Ministerien und Behörden gemeinsam mit den Einwohnern Oberstedems von dem Ergebnis behördlicher und privater Anstrengungen überzeugen. Im Festzelt auf dem neu gestalteten Dorfplatz, dem Mittelpunkt des Ortes, erfuhren die Ortsfremden anhand von Fotoaufnahmen eine Gegenüberstellung von Alt und Neu. Bei der knapp einstündigen Begehung der 86 Einwohner zählenden Gemeinde stellte der Ortsbürgermeister Alois Klecker den Gästen das neue Dorfbild von vor.
Ein gemachtes Nest für Jürgen Backes
"Mit einer Familie, die ein neues Haus bezieht, vergleiche ich die Ortsbegehung", sagte Ortsgemeinderatsmitglied Johannes Heinzkill. Nach der Ortsbesichtigung im Festzelt begrüßte er die Ehrengäste: Ministerialdirigent Rudolf Oster, Landtagsabgeordnete, außerdem den Ersten Kreisbeigeordneten Hans Toelkes und den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bitburg-
Die Behauptung Heinzkills, Backes habe "sich ins gemachte Nest" gesetzt, was Oberstedem betrifft, erheiterte die Gäste. Dass die ländlichen Regionen unter besonderen Schwierigkeiten zu leiden hätten, erklärte Oster und fand es aus diesem Grund "gut und richtig, dass sich drei Arbeitsbereiche, nämlich die Wasserwirtschaft, der Straßenbau und die Dorferneuerung zusammengeschlossen haben, um auch in dieser Region modellhaft die Zusammenarbeit in Form eines Projektes zu praktizieren".
Für die Dorferneuerung bewältigten Bürger, Gemeinde, Verbandsgemeinde und Land in den vergangenen Jahren ein Mammutprogramm: Flächen wurden entsiegelt, Versickerungsmulden für das Oberflächenwasser geschaffen und heimische Gehölze gepflanzt.
Innerhalb von vier Jahren inklusive Planungsvorlauf wurde zunächst die Kanalisation angelegt. Danach wurden die Straßen in ortstypischer Bauweise hergerichtet. Parallel dazu sind private Hofflächen nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Dorferneuerung verändert worden, sondern auch landwirtschaftliche Bedürfnisse mussten beachtet werden ein nicht immer einfacher Spagat zwischen Ökologie und Landwirtschaft.
Ein Lob für den Gemeinderat
Jeweils mehr als 250 000 Euro haben Gemeinde und Bürger investiert, gefördert mit insgesamt 250 000 Euro aus der Dorferneuerung. "Eine Investitionssumme von insgesamt 892 000 Euro und das nur im Bereich der Dorferneuerung sind bei rund 84 Einwohnern in diesem Zeitraum eine eindrucksvolle Zahl", meinte Oster.
"Hier hat eine hervorragende Aktion stattgefunden", sagte Hans Toelkes und bezeichnete das "zukunftsträchtige Modellprojekt" als richtungsweisend für das Land Rheinland-
Als gelebte "Lokale Agenda 21" bezeichnete Jürgen Backes das Ergebnis in Oberstedem. Ortsbürgermeister Alois Klecker lobte den Ortsgemeinderat, der alle Entscheidungen bezüglich des Vorhabens einstimmig beschlossen habe. Auch für die privaten Initiativen bedankte sich der Dorfchef.
Grund genug, den Abschluss des Dorferneuerungsprojekts drei Tage lang zu feiern hatten die Oberstedemer auf jeden Fall das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Vielleicht gibt es bald einen weiteren Grund zum Feiern: In wenigen Wochen steht eine weitere Begehung des Ortes an, denn Oberstedem hat sich bei der Aktion "Unser Dorf soll schöner werden unser Dorf hat Zukunft" beworben.
Von unserer Mitarbeiterin
LYDIA VASILIOU

Ökologische Dorferneuerung in Oberstedem
Ausgabe 19/2002 vom 18. Mai 2002
Gelungenes Modellprojekt wurde gefeiert
Mit einem dreitägigen Fest beging die kleine Gemeinde Oberstedem in der Verbandsgemeinde Bitburg-
Aus Mainz war Ministerialdirigent Rudolf Oster vom rheinland-
Die ganze Maßnahme habe mitsamt Planungsvorlauf in nur vier Jahren verwirklicht werden können, betonte Rudolf Oster. Nach Fertigstellung der Kanalisation seien direkt im Anschluss der Straßenkörper in ortstypischer Bauweise und die privaten Hofanschlussflächen unter den Gesichtspunkten der Dorferneuerung ausgebaut worden. Dabei habe man den Belangen der Landwirtschaft soweit als möglich ebenfalls Rechnung getragen. Im Sinne des Naturschutzes seien zudem Flächen entsiegelt, offengehalten und begrünt worden, soweit sie nicht für den öffentlichen oder privaten Verkehr benötigt wurden. Der Mainzer Ministerialbeamte wünschte den Einwohnern von Oberstedem, dass durch das aufgewertete Ortsbild auch das Zusammenhörigkeitsgefühl in der Gemeinde weiter gestärkt werde.
Der 1. Kreisbeigeordnete Hans Tölkes überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Landkreises Bitburg-